HORSE LORDS (US), Mel*E (A)
270203 - HORSE LORDS (US), Mel*E (A)

HORSE LORDS (US), Mel*E (A)

Wed, 03.02.2027

Praterstern 5
A-1020 Wien

20:00 - doors
21:00 - Mel*E
22:00 - HORSE LORDS (US)

VvK 19.- / AK 25.-

HORSE LORDS (US)

Horse Lords wurden 2010 in Baltimore gegründet und begannen als Trio mit dem Schlagzeuger Sam Haberman, dem Gitarristen Owen Gardner und dem Bassisten Max Eilbacher. Schon bald stieß der Altsaxofonist Andrew Bernstein zum festen Ensemble hinzu. Obwohl Horse Lords aus der fruchtbaren Noise- und Leftfield-Rock-Szene Baltimores hervorgegangen sind – einem legendären Umfeld für Künstler und Außenseiter, das zahlreiche einflussreiche Independent-Bands wie Lungfish und Matmos hervorgebracht hat –, ist ihr musikalischer Ansatz weitaus vielseitiger, als es die präzisen, verschachtelten Rhythmen ihres instrumentalen Rock vermuten lassen. Nach sechzehn Jahren intensiver Tourneen und Live Auftritte haben Horse Lords über zehn Alben veröffentlicht.
Die Band beschreibt ihren Ansatz so: „Wir versuchen immer, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem Arbeiten innerhalb der Grenzen des Quartetts und dem Versuch, diese Grenzen zu überschreiten.“ Für ihr zweites Studioalbum bei RVNG Intl., Demand To Be Taken To Heaven Alive!, haben Horse Lords diese Idee aufgegriffen und ihre Instrumentierung erweitert. Die Besetzung wurde leicht vergrößert und umfasst nun auch die Bassklarinettistin Madison Greenstone (TAK Ensemble), den Posaunisten Weston Olencki (Nate Wooley, RAGE Thormbones) sowie die Sängerinnen Nina Guo (Departure Duo) und Evelyn Saylor (Holly Herndon, Caterina Barbieri). Gemeinsam präsentieren sie ein Programm aus zwölf eigenen Kompositionen. Demand To Be Taken To Heaven Alive! bezieht sich auf eine Zeile aus einem Gedicht des russischen futuristischen Schriftstellers Wladimir Majakowski. Darüber hinaus nennt die Band die Bauhaus-Webmeisterin Anni Albers, die Ehefrau des Malers Josef Albers, geometrische Muster aus der islamischen Kunst, das niederländische Avantgarde-Ensemble Maciunas Ensemble, das seinerseits nach dem Fluxus-Künstler und Typografen George Maciunas benannt wurde, sowie die Komponisten und Autoren Tom Johnson, Henry Flynt und Catherine Christer Hennix als wichtige Bezugspunkte. Musikalisch schöpft die Band aus äußerst unterschiedlichen Quellen, darunter Roscoe Holcomb, James Brown, die kuwaitische und bahrainische Sawt-Musik sowie die elektronischen Komponisten Maryanne Amacher und Jaap Vink.

📷Kasia Zacharko

Mel*E

Mel*E image

Drei starke, unverwechselbare Stimmen im Jazz – Mel*E vereint virtuoses Zusammenspiel mit innovativer Klangforschung. In ihrem Sound verschmelzen akustische und elektronische Elemente zu einer hypnotischen, treibenden Musik, die Kopf und Körper in Bewegung setzt.

Die Band experimentiert mit Klangfarben und Strukturen: Der warme, effektierte Kontrabass erzeugt dichte, pulsierende Texturen, die sich zwischen tiefen Subfrequenzen und verzerrten Klangflächen bewegen. Synthesizer öffnen Räume, brechen Harmonien auf oder setzen schwebende Akzente, während das erweiterte Schlagzeug-Setup mit hybriden Sounds und Effekten eine vibrierende Basis schafft.
Weite Melodiebögen schweben über energetischen Grooves, tanzbare Rhythmen treffen auf sphärische Klangflächen – Mel*E spielt mit Gegensätzen und verbindet das Virtuose mit dem Unmittelbaren, das Analoge mit dem Digitalen. Kraftvoll und feinfühlig, mitreißend und introspektiv - immer mit Tiefgang und Dringlichkeit.
Jazz im Schein neonwarmer Elektronik. Ein Klangkosmos aus Tiefbass, Trance und Freiheit.

Viola Hammer // Keyboards, Synthesizer
Judith Ferstl // Kontrabass, Bass-Synth
Judith Schwarz // Erweitertes Schlagzeug

updated: 15.10.2026